Das Quartier Hoym (QIII|2) am Neumarkt in Dresden ist eines der großen, wichtigen Stadtgebiete Dresdens, das die Möglichkeit zu einer prägend städtebaulichen und architektonischen Gestaltung bietet. Entsprechend anspruchsvoll ist die Entwicklung eines funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Konzepts.

Die Bebauung des Quartiers zeichnet den historischen Stadtgrundriss entsprechend der bestehenden Grundstücksgrenzen nach. Die Straßenfluchten werden geschlossen, die Fassaden werden nach den historischen Häuserbreiten gegliedert. Die Höhe der Gebäude sowie die Dachformen folgen ebenso den historischen Vorbildern. 

Der Innenbereich des Quartiers wird durch separate Gebäude gegliedert. Quer zur Straßenbebauung stehende Häuser schaffen differenzierte Innenhöfe, die miteinander verbunden sind. So wird das Quartierinnere kleinteilig gestaltet, lässt aber genügend Raum für eine attraktive Nutzung. Mehrere Durchwegungen zwischen Rampischer- und Landhausstraße vernetzen das Quartier mit dem städtischen Leben am Neumarkt. Eine entsprechende Begrünung unterstützt den Charakter der städtischen Wohnhöfe.

Das Palais Hoym ist als Leitbau der Schwerpunkt der architektonischen Gestaltung. Es wird in seiner äußeren Gestalt wieder errichtet, ebenso wesentliche architektonische Elemente wie der originale Brunnen und die Gewölbe im Inneren. In den historisierenden Räumen des Palais wird künftig ein Hostel seine Gäste begrüßen. Sie werden in Galeriewohnungen nächtigen.

Das Quartier wird differenzierte Funktionen enthalten. Das Erdgeschoss wird geprägt durch den Einzelhandel und Gastronomie. Darüber werden Wohnungen und Büros errichtet. Es sind Etagen- sowie Maisonettewohnungen vorgesehen. Der intensive Freiraumbezug der Wohnungen wird über zum Teil großzügige Balkone und Terrassen hergestellt. Insbesondere die Dachgeschosse werden individuell gestaltet sein.