Die Kirchruine St. Pauli befindet sich in der Dresdner Neustadt. Sie liegt im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet Dresden – Hechtviertel. Die Kirchruine ist als Einzeldenkmal ausgewiesen. Darüber hinaus ist die St. Pauli Ruine „der wohl ungewöhnlichste, reizvollste und romantischste Veranstaltungsort Dresdens“. Apsis und Mittelschiff der St. Pauli Kirchruine werden alljährlich zur Bühne für Theater, Konzerte und Events.
Aufgrund weiterführender Bauwerksuntersuchungen nach erfolgten Sicherungsmaßnahmen 2006 wurde schnell deutlich, dass den Sicherungsarbeiten kurzfristig die umfassende Sanierung der gesamten Ruine folgen muss.
Am gefährdetsten ist derzeit der Kircheninnenraum. Die Innenseiten sind mit nicht frostbeständigen Ziegeln gemauert wurden, sodass ein fortwährender Substanzverlust besteht. Diesen aufzuhalten wird unter anderen Aufgabe der künftigen Sanierung sein, welche als Schwerpunkt die Überdachung der Ruine beinhaltet.
Die vorgeschlagene Dachlösung zeichnet sich durch die filigrane Ausführung der tragenden Konstruktion aus. Ein Gitterrost aus 20 cm hohen und 2 cm dicken Flachstählen wölbt sich spielerisch über das ehemalige Kirchenschiff. Auf Punkthalter liegende Glasscheiben folgen den Bewegungen der Stähle. Der Innenraum bleibt von Stützen frei. Das Dach fließt über die Längswände, scheinbar ohne sie zu berühren.