Das Ziel des Wettbewerbs besteht in der Sanierung und Neuordnung der Kleinmarkthalle unter strenger Beachtung und Erhaltung des Baudenkmals. Die Herausforderung der Aufgabe besteht in der wesentlichen Verbesserung der städtebaulichen Einbindung in die Stadtstruktur bei Beachtung des gewachsenen Viertels und der Beibehaltung der speziellen Atmosphäre des Lebens in der Kleinmarkthalle nach erfolgter Sanierung und Modernisierung.
In den 50er Jahren wurde die Kleinmarkthalle in das Innere eines Quartiers gestellt. Die betont sachliche, industriemäßige Architektur stellte keinen Anspruch auf eine herausragende städtebauliche Position. Da, wo die Kleinmarkthalle den Straßeraum berührt, wird sie hinter einem Geschossbau versteckt.
Die Räume um die Kleinmarkthalle sind Zweckflächen für Verkehr, Anlieferung, Mülltransport.
 
Ziel des Entwurfes ist die Etablierung des Markttreibens über die Kleinmarkthalle hinaus zu einem Kleinmarktviertel:
- eine Marktstraße auf der Südseite der Kleinmarkthalle
- ein Überdachter Marktplatz an der Ziegelgasse und
- Marktstände bis auf die Haasengasse
 
Die Kleinmarkthalle bildet den Kern des Bauensembles. Im Wesentlichen bleibt sie baulich im Entwurf unverändert. Die Markstände in der großen Halle bleiben bestehen.
Die Südschiene wird neu organisiert. Die Tiefe der Schiene wird erweitert, sodass die Verkaufsräume größer werden bzw. neue Funktionen Platz finden.
Die Südschiene erhält einen Anbau, ca. 1,8 m tief. Im Obergeschoss werden damit größere zusammenhängende flexible Flächen für Bewirtung und Aktionen geschaffen. Im Erdgeschoss befinden sich traditionell die Fleischer, Bäcker und Gastronomen die Imbiss anbieten bzw. Restaurants. Diese erhalten auf der Fläche vor ihren Läden Terrassen zur Außenbewirtschaftung.
Den Funktionen des Südanbaus folgend, wird das Erdgeschoss mit großzügiger Verglasung entworfen. Damit werden Beziehungen zwischen Innen und Außen hergestellt, gleichzeitig die Straße "An der Kleinmarkthalle" attraktiv.
"An der Kleinmarkthalle" wird zur Handelsstraße. Auf der einen Seite die Läden der Kleinmarkthalle, die durch die Verglasung von außen erlebbar werden, gegenüber die zweigeschossigen Ladenneubauten (anstelle der Garagen) und zwischen Beiden weitere Marktstände.
 
in Zusammenarbeit mit
ZUMPE DÜSTERHÖFT RICHTER Architekten