Die Erweiterung der Schule erfolgt durch Erhöhung des zentralen Bauteils, des
Eingangsgebäudes.
Der Entwurf sieht das Aufsetzen eines Geschosses auf den vorhandenen Körper vor.
Dieses neue Geschoss führt aber über den Unterbau hinaus und erweitert den Baukörper in
Richtung Sportplatz. Städtebaulich wird hier ein Akzent aus Richtung Leonhardstraße
geschaffen.
Formal lehnt sich der neue Bauteil an den bestehenden Schulbau an. Geradlinig führt er die
Außenwandfluchten nach oben. Deutlich setzt sich der neue Baukörper durch die Gestaltung der
Außenwände ab. Abgeleitet von der Tragstruktur des Aufbaus, sind die seitlichen Fassadenflächen
durch das tragende diagonale „Stabgitter“ geprägt. Die dahinter befindliche Verglasung lässt ein
interessantes Spiel von zwischen Innen- und Außenraum erwarten.
Der auskragende Aufbau überdacht einen großen Teil des Hartplatzes und bietet somit die
Möglichkeit, die Fläche von Regen geschützt für Pausen- und Sportaktivitäten zu nutzen.
Die Aufstockung wird als Stahlskelettbau errichtet. Seitliche außenliegende Fachwerkträger aus
zu Rechteckrohren verschweißten Stahlblechen und querliegende Stahlträger bilden die
Hauptkonstruktion. Diese werden zum einen auf den darunterliegenden Außenwänden und zum anderen auf
die mittig verlaufenden Stützenreihen aufgelagert. Die Decke und das Dach werden mit Stahl-
Trapezblechen eingedeckt und mit Aufbeton versehen. Diese bilden gleichzeitig die aussteifenden
Scheiben. Weitere Aussteifungen verlaufen in notwendigen Querwänden.
Diese Bauweise gewährleistet eine weitgehende Vorfertigung und minimiert die zu bringende
Auflast auf das Bestandsgebäude.
Die seitlichen Fachwerkträger über die gesamte Etagenhöhe ermögliche die Auskragung bzw.
Überspannung des neuen Gebäuderiegels über das Bestandgebäude hinaus. Zur Auflagerung der großen
Gebäudelasten zur rückwertigen Seite hin werden vier neue Stahlbetonstützen mit gesonderter
Gründung im Außenwandbereich.
Die Aufstockung wird mit einer Fuge zum darunterliegenden Bestandsbau errichtet. Somit kann
die bestehende Flachdachkonstruktion verbleiben und erhöht zusammen mit der neuen Decke den
notwendigen Schallschutz. Der entstehende Zwischenraum wird nach außen abgeschlossen und als
Installationsebene für das 2. und 3.OG genutzt.