NEUBAU SCHWIMMHALLE OST UND MEDIZINISCHES VERSORGUNGSZENTRUM LEIPZIG

 

Die neue Schwimmhalle und das Medizinische Versorgungszentrums (MVZ) werden in einem baulich heterogenen Stadtgebiet errichtet. Die Eisenbahnstraße bildet in diesem eine städtebauliche Trennlinie. Nördlich dieser, die geschlossene Gründerzeitbebauung, südlich devastierte Flächen mit Solitärbauten. Der Otto-Runki-Platz stellt gegenwärtig mit der Haltestelle der Straßenbahn eine Art Mitte des Gebietes dar. An diesem Platz werden die beiden Einrichtungen errichtet.

 

Da die Schwimmhalle und das Medizinische Versorgungszentrum die gleichen Gebäudehöhen ausweisen werden, wurden sie als ein Gebäude geplant. Damit wird der Ansatz unterstrichen, ein kräftiges, den Stadtraum gestaltendes Gebäude zu errichten. Der Nutzung der eingeschossigen Schwimmhalle entsprechend, gliedert sich die Fassade dieser in zwei Ebenen. Das Erdgeschoss wir verglast. Das Obergeschoss wird geschlossen und wirkt durch eine besondere Fassadengestaltung in den Stadtraum. Das verglaste Erdgeschoss verbindet den Stadtraum mit der Schwimmhalle. Als Kommunikationszonen verbinden sich der Vorplatz mit den Foyer und dem Kassenbereich der Schwimmhalle. Die Verglasung der Schwimmhalle ermöglicht den Blick in diese. Die Verglasung der Erdgeschossfassade führt um alle vier Gebäudeseiten. Differenzierte Ein- und Ausblicke lassen Innen- und Außenraum verbinden. Zur Neustädter Straße befinden sich im Obergeschoss weitere Funktionen der Schwimmhalle. Demnach erhält hier die Fassade Fensteröffnungen, die sich in die Struktur der Fassadenbekleidung einordnen. Das Medizinische Versorgungszentrum ist durch kleinteilige differenzierte Praxisräume geprägt. Demnach werden die Fassaden durch Fenster geprägt. Die gleichen Fassadenoberflächen verbinden beide Gebäudeteile, farbliche Schattierungen geben beiden eine gewisse Individualität.

 

Die Eingänge in die Schwimmhalle und das MVZ liegen an der Eisenbahnstraße. Damit sind gute Orientierung und kurze Wege zur Straßenbahn gewährleistet. Das Foyer der Schwimmhalle ermöglicht den kurzzeitigen Aufenthalt von Schüler- und Vereinsgruppen. Die Kasse ist unmittelbar vor den Eingängen der Umkleideanlage gelegen. Vom Foyer kann auch für Wettkampfveranstaltung der Zugang zu den Zuschauerbänken in der Schwimmhalle erfolgen. Ebenso erfolgt vom Foyer der direkte Zugang in das Obergeschoss. Ein Aufzug ebenfalls direkt am Foyer ermöglicht den barrierefreien Zugang in alle Etagen.

 

Das MVZ ist durch eine Vielzahl differenzierter Räume gekennzeichnet. Auf zwei Etagen werden die erforderlichen Funktionen eingeordnet. Die Funktionsräume sind zur Straße  angeordnet, zum Innenhof erstreckt sich der Erschließungsgang und von allen Bereichen aus den Zugang bzw. den Einblick zu diesem.

 

Der Schwimmhallenneubau wird als kompakter, orthogonaler Baukörper geplant. Die Hüllflächen werden gering gehalten und die Außenwandanteile optimiert. Die ausgewogene Planung offener, verglaster Fassadenteile und geschlossener Flächen bringen eine geringere Investition und eine energetische Optimierung. Die Nutzungsbereiche sind funktional so geordnet, dass lange Wege vermieden werden und die Verkehrsflächen auf das Notwendige begrenzt sind. Allgemeine Klarheit der Form, Konstruktion und Oberflächen sowie die Vermeidung offener Konstruktionsdetails reduzieren Reinigungsaufwand und Pflege kennzeichnen das Gebäude.